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Frühlingshoffnungen

18. Februar 2023

Ich bin ein neugieriger Mensch und befasse mich gern mit dem, was Menschen be-wegt, was in ihnen vorgeht und womit sie sich beschäftigen. Darin liegt meiner Mei-nung nach eine besondere Form von Lebensbegleitung, wenn sich der/die andere auch darauf einlassen möchte und daraus dann eine Win-win-Situation wird. 

Eine neue – zwar digitale – Form davon bildet der Status, den man im Messaging-Dienst WhatsApp einstellen kann. Wenn man diese App auf dem Smartphone hat, lassen sich Termine, Familienbilder, Urlaubsschnappschüsse, Sprüche, Ereignisse, Stimmungen … sichtbar machen. Für genau 24 Stunden eröffnet es Menschen, die man in seinen Kontakten auf dem Handy gespeichert hat, einen zum Teil sehr persön-lichen Einblick. 

„Frühling. Du darfst gern kommen und bleiben.“ Diesen Spruch habe ich in den letzten Tagen in einer solchen Statusmeldung gelesen und musste schmunzeln, weil er ein ganz positives Gefühl in mir ausgelöst hat. Wenn ich momentan morgens zur Ar-beit fahre, ist es spürbar, dass es jeden Tag schon ein bisschen heller wird. Die Wärme der Sonne ist bereits deutlich spürbar, wenn sie sich zwischen Wolken oder Nebel hindurchgekämpft hat.
Der Frühling als hoffnungsvolle Zeit, die wir aus meiner Wahrnehmung heraus gerade auch dringend brauchen: Die Bilder in den Nachrichten aus der Ukraine, aus der Tür-kei oder aus Syrien und anderen Weltteilen sind kaum zu ertragen. Vielleicht ist es gerade der Frühling, der die Hoffnung wecken kann, dass Leben wieder neu entsteht und sich Dinge zum Guten wenden können. Im 15. Kapitel des Römerbriefes ist eine wunderbare Zusage zu lesen, die ich Ihnen gern mit auf dem Weg geben möchte: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ 

Genau diese Bibelworte werde ich jetzt einmal in meinen Status stellen. 
Seien Sie gut behütet und bleiben oder werden Sie gesund.

Dr. Lars Bednorz
Kirchenvorsteher an St. Servatius